Mit welchen Hilfsmitteln werden meine Modelle lackiert

Am Anfang möchte ich noch erwähnen das sich keinen Lackberuf erlernt habe und meine Erfahrungen nach und nach beim Lackieren selber gemacht habe. Hilfreich ist/war es mir immer wieder einen befreundeten Lackierer zu fragen.

Meine ersten Erfahrungen beim Lackieren hatte ich mit dem Anfänger-Set von Revell gesammelt.

Naja stimmt natürlich nicht ganz, früher, das war ...... nee ich sag nicht wann, aber wir spielten mit der Carrerabahn, (Carrera Universal 132, der Begriff Slotbahn kann erst VIEL später) hatten wir unsere Modelle entweder mit dem Pinsel oder auch einer Sprühdose verschönert. Also das Einsteiger-Set von Revell besteht aus einer ganz simple Pistole und die Luft kommt aus einer Dose, kostet ca.30Euro. Tja was soll ich sagen, das Ergebnis sah schon viel besser aus als meine Pinselbemalung von früher.

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Es mach eine Menge Spaß Modelle selber zu lackieren, sei es nach realen Vorbildern oder nach eigenen Ideen. Aber auf die Dauer wird es ein wenig teuer, immer wieder neue Druckluftdosen zu kaufen (ca. 8Euro/Stück). Also kommt über kurz oder lang die Überlegung WIE GEHT ES WEITER???

Eine Möglichkeit wäre einen LKW-Schlauch als Speicher zunehmen und ein regelbares Anschlußventil dazu oder eine andere Version eine Druckluftflasche zum Wiederbefüllen. Wie alles im Leben haben auch diese beiden Lösungen ihre Vor- und Nachteile, mit beiden Druckspeichern muß man an eine Tankstelle zum Wiederauffüllen, aber dafür ist absolut lautloses Arbeiten zuhause möglich. Aber was tun, wenn spät abends beim Lackieren festgestellt wird das der Druckluftspeicher leer ist und die nächste Tankstelle ist sehr weit weg oder hat schon geschlossen? Also mal weiter geschaut und da kommt der Kompressor in Betracht. Im Baumark gibt es welche für ca.80Euro, das sind meistens Noname-Produkte, oder von einem Markenhersteller ab ca. 180Euro (jeweils mit einem Druckspeicher). Bei diesen beide besteht die Möglichkeit nicht nur eine Airbrush-Pistole anzuschließen, sonder auch mal etwas Anderes wie z. B. ein Reifenfüllgerät, einen Tacker, einen Schlagschrauber ...... ABER diese Kompressoren sind recht LAUT, so 96dB bringen die schon ... wer schon mal Abends oder ganz extrem Nachts mit so einem Kompressor lackiert hat läuft Gefahr seinen Nachbarn von einer ganz anderen Seite kennenzulernen ;-) Aber auch hier gibt es eine Möglichkeit zur Abhilfe, spezielle Airbrush-Kompressoren die SEHR leise sind, fast schon lautlos, da klappt es auch mit dem Nachbarn ;-) Aber solche Kompressoren haben ihren Preis ab 250Euro und weit darüber .....

Nachdem ich die ersten Erfahrungen mit dem Anfängerset gesammelt hatte, und einige meiner Modelle so lackierte, habe ich mich beim Kauf des Kompressors für einen Kompromiss entschieden: Ein Kompressor von einem Markenhersteller aus der Nähe

mit einem Druckspeicher, das ganze Ölfrei betrieben und mit einem Schalldruck von 96dB. Ich muß also schon eine wenig Rücksicht auf meine Nachbarn nehmen wann ich lackiere, aber soviele Modelle sich es auch nicht zur selben Zeit, so das mir die frühen Abendstunden reichen. Auch reicht die Luft im Tank bei einem Modell im Maßstab 1:32 schon mal für zwei Lachschichten und spätesten dann muß der Lack sowieso einige Stunden trocknen bevor weiter gesprayt werden kann.

Zur Zeit lackiere ich mit verschiedenen Pistolen:

eine Sata mit einer 0,5er Düse für komplette Lackierungen

eine Evolution mit einer 0,2er für kleinere Flächen oder Streifen

z.B.: die Flamme vom Hot Rod auf dem Parkplatz

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Eine weitere nur zum Klarlacken von Schneider Druckluft, wird momentan mit einem 0,5er Düsensatz benutz, der 0,7er ist wieder weggeräumt. Wichtig ist beim Klarlacken die absolute Sauberkeit der Pistole! Das ich meine Spritzpistolen nach JEDEN Lackierdurchgank komplett zerlege und reinige ist ja selbstverständlich, aber speziel diese hier wird immer wieder mal über Nacht in Verdünnung eingelegt damit sich auch alle Verunreinigungen lösen können und danach durchgepustet und nochmal geputzt. So stellt sich ein sauberes Spritzbild wieder ein

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Und meine Autos werden nach dem Lacken und dem Anbringen der Decals mit Klarlack von MIPA versiegelt,

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Achja, meine Revell aus dem Anfängerset ist bei mir weiterhin im Einsatz, wenn mal wieder selbstgemachte Decals vor dem Anbringen geklarlackt werden müssen, wird das mir dieser Pistole gemacht. Mittlerweile ist auch ein passenden Anschlußadapter für den Kompressor vorhanden, so das ich nicht mehr mit der Dosenluft klarlacken muß.
Wie ich mir eine Airbrush-Pistolen kaufen wollte, und nach passenden Adaptern gesucht hatte, wurde ich im Internet bei einem Online-Shop Unholzer-Airbrush.de fündig. Bei einigen Sachen war ich mir nicht ganz schlüssig ob sie so passen wie ich es mir vorstellte und brauchte, also habe ich bei diesem Fachhändler angerufen. Alle meine Fragen wurden zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet, und alle benötigten Teile konnten mir geliefert werden. Hier zeigte es sich wieder einmal: es geht nichts über eine sehr gute Beratung in einem guten Fachgeschäft.

Jetzt wird sich vielleicht der eine oder andere fragen, welche Lacke werden verwendet?
Auch hier sind es verschiedene, je nachdem was ich lackiere. Ich verwenden zum einen sogenannte Wasserbasislacke, diese enthalten sehr wenige Lösemittel, aber zum anderen auch lösemittelhaltige.

Selbstgemachte Decals werden bei mir auf einem Tintenstrahldrucker gedruckt, und diese Tinte ist? Richtig Wasserlöslich! Jeder kennt den Effekt wenn ein Dokument oder ein Bild mit Wasser in Berührung kommt, alles verläuft. Also muß ich vor dem Anbringen der Decals mit Klarlack schützen. Und dieser darf nicht auf Wasserbasis sein, deshalb verwende ich hier weiterhin den Revell-Klarlack. Farblacke sind meistens Tamiya Color,

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aber auch original Autolacke werden versprüht, erst recht wenn ein Modell in Originalfarben entsteht,

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wie z.B.: das Auto von Stefan Mücke aus der DTM Red Nose Day, welches ich als nächsten in Angriff nehmen werde. Moment, das Auto ist doch auf der Seite schon vorgestellt, oder? Richtig! ABER der Farbton stimmt nicht mit dem Original überein. Ich hab eine Mail an Stefan Mücke geschrieben, ob er mir nicht den richtigen Farbton sagen könnte, prompt kam eine Antwort. Jetzt weiß ich was mein Autolackierer mir mischen muß.

Mehr zum Thema Red Nose Day unter DTM Modelle.

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Zur Zeit versuche ich mit zwei neuen Spritzpistole mich anzufreunden...

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ich weiß nur noch nicht was ich davon halten soll, das Spritzbild direkt bein Lacken ist recht grob... und nach dem Trocknen ist alles glatt... langfristig will ich 2verschiedene verwenden, getrennt nach hellen und dunklen Lacken. Toll ist es auch wenn man zwische Breit- und Rundstrahl wählen kann... mal schauen was sich so alles tut in der Zukunft... das Lacken macht mir jedenfalls richtig Spaß :-)

Hier möchte ich euch noch 2Hilfsmittel zeigen die mir bei der Arbeit gute Dienste leisten:
Als erstes die Dritte Hand:

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und zum Zweiten ein PET-Flasche ;-)

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Und hier noch das Abklebeband mit dem ich gute Erfahrungen gamacht habe und immer wieder verwende

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Und zum Schluß noch etwas ganz Wichtiges! Bitte denkt beim Lackieren an eure Gesundheit und schütz euch mit einer Lackiermaske!